VW und der Verbrennungsmotor

Kommentar zum Artikel: Schupelius-Kolumne in der BZ-Berlin

Sehr geehrter Herr Schupelius,

mit hohem Interesse habe ich ihren Artikel in der BZ-Berlin gelesen. Darin beschreiben Sie ein Szenario, das aufgrund der Entscheidung von Volkswagen, ab 2026 keine Verbrennungsmotoren mehr zu entwickeln, ihrer Ansicht nach “möglicher Weise” stattfinden könnte. Ich möchte versuchen Ihre Denkweise zu verstehen und meine Überlegungen dagegen zu halten.

Verbrennungsmotor

Erster Fehler in ihrer Interpretation ist die Tatsache (ließt man die Aussage von VW genau), das VW ab 2026 den Verbrennungsmotor nicht mehr weiter entwickeln will. Dies bedeutet, für mich, lediglich das VW ab 2026 keine Modellneuerungen von Verbrennern mehr auf den Markt bringen wird. Zu diesem Zeitpunkt werden noch genügend Verbrenner auf den Strassen unterwegs sein. Ebenso werden die Lager und Verkaufsräume aller VW-Vertriebspartner voll sein mit “alten” Verbrennern. EBENSO wird die alte Technik weiter produziert. Ich lese nichts davon, das VW die Produktion von Verbrennern zum Jahr 2026 generell einstellt. Ein solches Vorhaben müsste grundlegend anders formuliert sein.

Ladesäulen

Der Bedarf an Ladesäulen wird die nächsten Jahren wachsen. Dessen bin ich sicher und dieses Problem darf natürlich nicht verharmlost werden. Bei Neubauten sollte man heute schon dicke Leitungen in die Tiefgarage legen, um eine mögliche Aufrüstung mit Ladesäulen möglich zu machen. Bei Neubaugebieten sollten man den Ansatz mit den Laternen verfolgen. Ihre Denkweise läuft da konform mit meiner. Nur sehe ich es als Chance, eine Stromversorgung für alle, die keine Garage haben, zu bieten. Es sollte nicht an der fehlenden Ladesäule vor Ort scheitern. Hier würde ich die Städte und Gemeinden in die Pflicht nehmen, um eine vorausschauende Neuplanung und Erneuerung/Modernisierung von Straßen mit Stromanschlußpunkten und der entsprechenden Zuleitung der notwendigen Stromversorgung zu erreichen. Immerhin wächst die Attraktivität einer Wohngegend mit der Sicherstellung einer Stromversorgung für E-Autos. Eventuell können auch lokale Stromversorger hier in Vorleistung gehen, um die Nase vorne zu haben. Immerhin geht es um Geld, das verdient werden könnte. Ob deutsche Autohersteller die Zeichen der Zeit erkennen und Ladesäulen errichten, um den Stromhunger ihrer Produkte für den Kunden überall zu gewährleisten? Noch sind es zu wenige Stromer mit denen man Geld machen könnte.

Reichweite

Die Reichweite der deutschen Elektroautos ist Stand heute mickrig. Ein VW “e-Up!” mit 130km im Sommer und 80km im Winter, taugt gerade mal als Einkaufswagen zum Discounter um die Ecke. Von der Größe kommt es sogar hin. Ein Smart weisst ähnliche Werte auf. Ich spreche nicht von “hab ich irgendwo gelesen”-Werte, sondern von echten persönlichen Erfahrungswerten mit diesen Fahrzeugen. Mit dem Alter der Akkus, sinkt die Reichweite rapide. Da müssen die Hersteller noch ihre Hausaufgaben machen und umfassend Forschen. 300km sind meiner Meinung nach das absolute Minimum! Da MUSS alles schon mit eingerechnet sein. Heizung, Klima usw. Also reine Fahrkilometer, die mit einer “Tankfüllung” geleistet werden können.

Um die Problematik mit der langen Ladezeit (beim Kunden) zu umgehen, könnte ich mir ein wechselbares Akku-System vorstellen. Eben mal zur nächsten Tanke und der Reserveakku wird automatisch nach unten entnommen. Rein kommt ein Akku, der in der Station der Tankstelle vergangene Nacht aufgeladen wurde.  Den kompletten Akku des Fahrzeugs tauschen, halte ich für nicht darstellbar. Aber ein kleiner standardisierter “reserve”-Akku für 50 bis 80km sollte doch drin sein? Natürlich müsste an einem solchen System jeder Autohersteller mitmachen und die Akkus müssten einen Standard in Form, Größe und Kapazität erfüllen. Oder man entwickelt einen “Notfallakku” in Form eines Koffers. Dieser könnte im Pfandverfahren einfach an einer Tankstelle erworben und an einem standardisierten Stecker ans Stromnetz des Elektroautos angeschlossen werden. Kapazität für 50km können entscheidend sein, um den nächsten Schnelllader zu ereichen. Die Hersteller müssten sich nur auf ein System einigen, das jedes Auto unterstützt.

Entwicklung

Die zahlenmäßige Entwicklung der Stromer und wie sich diese auf deutschen Strassen auswirkt, lässt sich nicht einwandfrei festlegen.

Schätzung ab 2019 bis 2027 für die Elektrofahrzeugeentwicklung in Deutschland.

Das ist mit unter darin Begründet das ein Hybrid in manche Statistik für Elektrofahrzeuge gesteckt wird. Damit wird die Zahl der Elektrofahrzeuge optisch aufgeblasen. Auch kommt es darauf an, wer die Statistik erstellt. Ich habe für mich mal mehrere Quellen zusammengemischt und daraus eine Tabelle erstellt. Davon ausgehend, das der Bestand an Elektrofahrzeugen von Januar 2017 bis Januar 2018 um 58,3% auf 53.857 Fahrzeuge gestiegen ist, ergibt dies, bei einer um 5% steigenden Steigerungsrate jedes Jahr, im Jahr 2026 einen geschätzten Fahrzeugbestand von knapp 6 Millionen Stück. Natürlich entbehrt meine Berechnung jegliche wissenschaftliche Grundlage. Es gibt sicher Menschen, die können völlig andere Thesen Aufstellen, fundiert auf Umfragen und Produktionszahlen oder Zahlen von Autoherstellern. Meine Tabelle hat ja schon das Manko, das für das Jahr 2017 nicht, wie in mancher Statistik, knapp 200.000 Fahrzeuge angegeben ist. Meine Zahl ist eine “Hybrid bereinigte” Angabe. Die knapp 6 Millionen Elektrofahrzeuge im Jahr 2026 halte ich für ein realistisches Ziel. Erreichbar und Handelbar. Ob sich die Steigerungsrate in diesem Maße Linear hochziehen lässt, sei mal dahingestellt. Vorstellbar wäre es. Natürlich wäre es wünschenswert, die Kurve würde ab jetzt steil nach oben gehen.  Schon alleine deshalb, damit der Gebrauchtwagenmarkt ebenso mit Elektrofahrzeugen gefüttert wird. Nicht jeder kann sich einen Neuwagen leisten. China hat die Forderung an die Automobilindustrie, bis 2020 5 Millionen reine Elektrofahrzeuge im ihrem Land fahren zu sehen.(Quellen: zeit.de zeit.de) Also in in 2 Jahren 5 Millionen und nicht in 8 Jahren, wie ich es in meiner Rechnung für Deutschland prognostiziert habe.

Hybrid – Schmutziger Stromer

Es ist nicht gänzlich falsch, einen Hybriden zu den Stromern zu zählen. Trotzdem ist es Augenwischerei. Ein Hybrid hat mit seinem Verbrennungsmotor eine “schmutzige Seite”. Springt dieser Verbrenner an, unterscheidet sich für mich das Auto nicht mehr von einem Auto ohne Elektro-Teil. Es ist auch Vorstellbar, das manch einer den Elektroteil vernachlässigt oder deaktiviert und immer nur mit dem Verbrennerteil unterwegs ist. Aber “Hey, seht her: Ich habe einen Hybriden. Voll mit Strom Umweltfreundlich.” Die sehr geringe Reichweite des Elektroantriebs eines Hybriden lässt die Attraktivität dieser Art der Fortbewegung schmelzen wie ein Schneeball in der Hölle. Ein Toyota “Prius plus” ist laut Herstellerangaben 50-60km (Quelle:  Wikipedia Stand 9.12.2018)  rein elektrisch unterwegs. Dies reicht allenfalls zum reinschnuppern in die Vorzüge des elektrischen Fahrens. Als Hilfe zum Umstieg wäre der Hybrid ein gutes Mittel gewesen. Vor 10 Jahren hätte man dafür kräftig Werbung machen müssen.

1976 – E-Golf I als “Bastelstudie”

VW hat schon recht früh mit dem Antrieb “Elektro” experimentiert. (Quelle: welt.de) Damals mit mageren 16PS wurde mit einer Auflage von gerade mal 20 Stück elektrisch gefahren. War die Zeit noch nicht reif? War der Druck der Ölindustrie zu hoch, um solche “Spielereien” zu sehr in die Breite zu tragen? Das ich nun erst durch Recherchen zu diesem Artikel darauf stoße, bringt mich schon ins Grübeln. Finanziert wurde das Ganze vom Bundesforschungsministerium mit Zuschüssen aus dem Programm „Neue Technologien für den Straßenverkehr“. 1976 !!! Erinnern wir uns an VW-Chef Herbert Diess,  der am 18. November 2018 behauptete: “Die Politik hat die Autoindustrie noch nie gefördert.” (Quelle: ntv.de) … Das lass ich jetzt mal so stehen, Herr Diess. 

E-Mobilität in Zahlen

Die Dichte an Ladesäulen könnte schon ein Problem werden. 2018 ist die Statistische dichte an reinen e-Autos in Deutschland ca. 0,1%. Hab das nun nicht Wissenschaftlich ausgerechnet, aber so grob passt es. Ergo gibt es in einem Dorf mit 15.000 Einwohnern insgesamt 8.595 Autos. (573 Autos pro 1000 Einwohner). Davon 0,1% …  sind wir mal Großzügig: 9 E-Autos.

Rechnen wir nun ins Jahr 2026 mit gestiegener Gesamt-PKW-Zahl und dem ebenso gestiegenem Anteil an Elektroautos von 10,8%, komme ich (wieder das 15.000 Seelen-Dorf) auf Anteilig 1620 Autos. Eine Stolze Zahl. Diese Fahrzeuge brauchen auf jeden Fall genügend Ladesäulen. Es sind aber auch noch 8 Jahre bis dort hin und die Städte und Gemeinden und Stromversorger können Sukzessive die Ladesäuleninfrastruktur ausbauen. Dies wäre für 15.000 Einwohner also auf jeden Fall 2000 Ladesäulen bis ins Jahr 2026. Also in 96 Monaten pro Monat 20 Ladesäulen. Klinkt doch überschaubar. Muss man halt mal ranklotzen und nicht nur in der Nase bohren. Für eine saubere Umwelt.

Sauberes Deutschland

Nun hat die ganze Elektro-Hysterie einen kleinen Haken. Egal ob Abwrack-Prämie, Diesel-Gate oder das x-te. Jubiläum in jedem Autohaus in Deutschland, die ausgemusterten Fahrzeuge kommen, Fahrtauglich oder nicht, alle nach Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn oder noch weiter und stinken dort um die Wette. Denkt man Global, hat man nichts gewonnen. In den Abnehmerländern wird durch die Flut an Gebrauchtwagen jeder Neuwagenkauf unnötig. Und die Welt hat Klimatechnisch das Nachsehen. Natürlich werden über Kurz oder Lang die richtigen Stinker weniger. Doch das dauert länger als das selbstlose Vorhaben von VW es vermuten lässt. Bei einer 100% Abdeckung mit Elektrofahrzeugen, in ganz Deutschland, werden die Probleme mit der Umweltverschmutzung sich nur Verlagern, sollte man nicht Grundsätzlich die Energiepolitik und die Infrastruktur in Deutschland anpassen. Geht uns hier der Strom aus, bringt es nichts, völlig Emissionsfrei Auto zu fahren, während im Ausland die Atom und Kohlekraftwerke für unsere Mobilität glühen. Irgendwie zu Kurz gedacht. Bis es aber soweit ist, werden sicher noch 30 bis 50 Jahre ins Land gehen.

Zuverlässige Fortbewegung

Ein Abschnitt in ihrem Artikel, Herr Schupelius, lässt mich schon über Stil und Form des guten Journalismus nachdenken.
Ich zitiere : “Das Elektroauto läuft nicht problemlos. Es bleibt stehen, wenn man keine Steckdose findet. Es ist unzuverlässig.” Sie vergleichen damit einen VW-Käfer (gebaut: 1938–2003) mit einem Elektroauto der Neuzeit. Ich selbst bin auch schon einen VW-Käfer gefahren. Was dieses Auto ausgezeichnet hat, war ein unbändiger Durst an Kraftstoff zwischen 12 bis 14 Litern auf 100km. Der CW-Wert einer Eiche-Rustikal-Schrankwand und der kleine Tank mit etwas über 30 Litern trugen nicht gerade zu einer überragenden Reichweite bei. Weite Ausflüge habe ich damals schon mit Blick auf das Tankstellennetz geplant. Komfort wurde auch nicht groß geschrieben. Es gab praktisch nicht viel mit elektrischer Unterstützung. Selbst das Wischwasser wurde mit dem Fuß vom Fahrer auf die Scheibe gepumpt. Zumindest bei dem Modell das ich hatte.  Und glauben sie mir, war der Tank leer, ist auch der zuverlässigste Käfer stehen geblieben. Die weiteste Strecke mit einem Tank war bei mir 260km. Nur Autobahn mit maximal 80km/h. So bald man über die 100 kam, wurde es zum einen ungemütlich laut, aufgrund Fahrtwind und Motorgeräusch, zum anderen konnte man der Tanknadel beim Wandern zusehen. Hat die Tachonadel die 120km/h erreicht, war eh Schluss.  Also gibt es ja kein besseres Beispiel als einen VW-Käfer mit einem heutigen Eletroauto zu vergleichen. (Zwinker zwinker)

Die Zuverlässigkeit eines Fahrzeugs an der möglicherweise fehlenden “Tanksäule” festzumachen, ist grober Unfug. Ich bemesse die Zuverlässigkeit eines Fahrzeugs in “gefahrene Kilometer zwischen Werkstatt-Stopps”. Ein Fahrzeug kann nichts dafür, das der Fahrer den nächsten Tankintervall nicht im Blick hat. Dies kann auch bei einem Verbrenner passieren. Elektro fahren bedeutet halt auch Umdenken. Geplantes, bewusstes Reisen und nicht nur Kopflos Vollgas geben, bis zur nächsten Tankstelle.

Ansprüche

Eben dieses Umdenken muss im Kopf stattfinden. Reisen und nicht rasen. Verbrauchsorientiert. Ich war noch nie ein Autonarr. (M)Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand, Lastesel und Transportmittel. Mir war es auch noch nie wichtig, viel PS zu haben. Hauptsache man kommt halbwegs vom Fleck. Mein stärkstes Auto war bisher ein Mercedes C180 (W202) Benziner Automatik mit 136PS. Das Vieh hatte aber auch ein Leergewicht von fast 1,5 Tonnen und voll besetzt mit dem Kofferraum voller Gepäck, wurden schnell die 2 Tonnen erreicht. Da waren die verfügbaren PS gerade noch ausreichend.  Natürlich macht ein Auto mit 200 oder noch mehr PS viel mehr Spaß. Was aber zu lasten der Reichweite geht. Das gilt beim Verbrenner, wie auch oder gerade beim Elektroauto. Weniger ist also mehr. Sicherlich gibt es in wenigen Jahren Spezialisten, die mit “Pimp my e-Car” aus jedem geladenen KW noch mehr Kilometer rausquetschen. Aber der Trend wird eher Richtung viel PS und großen Akkus gehen. Tesla macht es ja vor. 400 bis 700 PS sind bestellbar. Akkus mit 75KW oder 100KW erreichen 500-650km Reichweite. Kosten aber auch eine Stange Geld. Gerne verzichte ich auf die Möglichkeit, in 3 Sekunden auf 100km/h zu beschleunigen. Dafür mehr Reichweite, ist mir persönlich wichtiger. Mein jetziges Auto ist laut Hersteller mit 11,5 Sekunden Beschleunigung auf 100km/h angegeben. Diesen Wert wird es aufgrund seines Alters nicht mehr erreichen. Es läuft bislang den noch zuverlässig. Mehr brauch ich nicht.

Umwelt freundlich?

In einem Punkt gebe ich ihnen Teilweise recht. Zitat: “Mit ihrer Entscheidung …. wollen die VW-Manager den Politikern gefallen.” Das ist trotzdem nur die halbe Wahrheit. Die Politiker lassen sich schon seit Jahrzehnten ein X für ein U vor machen. Der “Diesel-Gate” hat gezeigt, das es mit der Umweltfreundlichkeit von Verbrennungsmotoren nicht weit her ist. Mehr Schein als Sein und die Politik schaut zu. Was allen Autoherstellern zu schaffen macht, ist der Vertrauensbruch am Kunden. Behördliche Stilllegungen von Fahrzeugen, obwohl diese damals von den selben Behörden mit einer Betriebserlaubnis abgesegnet wurden. Fahrverbote in Großstädten, wobei die Messungen selbst von Autokritikern angezweifelt werden. Unter “Blinder Aktionismus” ist dies abzustempeln. Einfach “Was tun” Damit man zeigt: Wir tun was.” Ob es was bringt, oder nicht.  Schauen wir nach China, sehen wir, was richtige Umweltverschmutzung und richtiger Smog ist. (Artikel hier im Blog) In China wird deshalb mit Nachdruck an der Elektromobilität gearbeitet. Ja, es gibt harte Vorgaben, was den Absatz von elektro betriebenen Fahrzeugen angeht. (Quellen: zeit.de zeit.de)  Davon könnten sich die Herren Politiker in Deutschland mehrere Scheiben abschneiden.

Zukunft e-Mobilität

Natürlich legt Tesla die Messlatte sehr hoch. Obwohl viele über Elon Musk schimpfen, hat er doch, Global gesehen,  erstaunliches auf die Beine gestellt. Ohne Tesla würde (noch) kein Hersteller über Elektroautos ernsthaft nachdenken. Da darf man sich nichts vormachen. Ohne Tesla wären Elektroautos nur den “Spinnern” als unsinnige Bastelprojekte vorbehalten.  Conzept-e-Cars namhafter Hersteller würden Jahr für Jahr auf den Automessen dieser Welt vorgeführt und doch wären diese Prototypen nur in Mini-Serien produzierte Exoten.  Es gibt mittlerweile Firmen, die alte Benziner oder Diesel auf Elektro umrüsten. Solche Umrüst-Kits gibt es für fast jedes Modell. Natürlich sind um die 10.000 Euro für eine Umrüstung nicht gerade günstig. Aber günstiger als ein Neuwagen, auf jeden Fall.

Lösungen

Seien wir einfach mal gespannt auf die Zukunft. Haben wir keine Angst um Infrastruktur oder fehlende Ladesäulen. Eine Lösung wird da sein, so bald der Bedarf da ist. Es muss nur der rechtliche Rahmen geschaffen werden, das, zum Beispiel ein Stromanbieter in der Tiefgarage eines Hochhauses (Innenstadt) seine Kabel verlegen darf oder in Parkhäusern und auf Parkplätzen oder auch an Straßenlaternen. Die Politik muss lernen, bei allem Aktionismus, trotzdem überlegt den richtigen Rahmen zu schaffen um das Notwendige machbar zu machen. Die Industrie wird nachziehen und Kunden nicht Stromlos im Regen stehen lassen. Da bin ich mir sicher.  Wir lesen uns wieder. Spätestens 2026 zur Überprüfung ihrer und meiner Thesen. Ich freu mich.

Grüßle

Larry Wintersohn

 

Update 10.12.2018: VW-Chefstratege Michael Jost sagte auf dem „Handelsblatt Autogipfel 2018“ in Wolfsburg: „Im Jahr 2026 beginnt der letzte Produktstart auf einer Verbrennerplattform“, demnach will Volkswagen spätestens 2040 den letzten Wagen als Diesel oder Benziner verkaufen.

Update 12.12.2018: Unter dem Artikel von Herrn Schupelius gibt es die Möglichkeit darüber abzustimmen, ob er recht hat oder nicht, mit seiner These. Ich bin kein Freund solcher Abstimmungen. Kommt es doch nur darauf an, welche Klientel diesen Artikel zu lesen bekommt und in welcher Form er anderswo beworben wird. Erschreckender dabei ist, das ihm Stand 12.12.2018 von 84% recht geben wird und nur 16% es nicht so sehen. Prozente sind immer schwierig zu werten. Es ist trotzdem die Mehrheit, die solchen Aussagen glauben schenkt und damit  wieder Träger von Antipathie zur E-Mobilität wird.

(Weiterer Artikel in diesem Blog)  (Noch ein Artikel in diesem Blog) (Boar, noch ein Artikel)


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